So verkaufen Sie Ihren Gebrauchtwagen richtig

Gebrauchten Wagen ankaufen

Ihr Auto steht unbenutzt in der Garage? Dann sollten Sie sich überlegen, ob es nicht Sinn macht, sich dauerhaft von Ihrem Fahrzeug zu trennen. Weshalb? Auch mit einem Gebrauchtwagen lässt sich noch ein guter Gewinn erzielen. Wir informieren Sie über Ihre Möglichkeiten und klären Sie über die Pros und Contras eines Verkaufs an einen Gebrauchtwagenhändler, beziehungsweise an eine Privatperson auf.

Wo erziele ich einen höheren Erlös?

Sicherlich möchten Sie durch den Verkauf Ihres Wagens noch einen guten Gewinn erzielen. Der Verkauf soll sich ja schließlich lohnen. Deshalb sollten Sie Ihr Fahrzeug nicht überstürzt verkaufen, nur um es schnell loszuwerden. Erkundigen Sie sich zuerst über den Restwert Ihres Autos. Wenn Sie diesen kennen, wissen Sie, wie es weitergehen kann. Um den genauen Restwert Ihres Wagens zu erfahren, können Sie Ihr Auto in einer Fachwerkstatt bewerten lassen und eine Restwertschätzung erhalten. Verlassen Sie sich jedoch nicht auf nur eine Schätzung. Zur Vergewisserung, dass der genannte Wert richtig ist, können Sie sich im Internet auf Preisvergleichsportalen einen Überblick verschaffen. Dann stellt sich die Frage, an wen Sie Ihren Wagen verkaufen können. Die meisten Autobesitzer wenden sich dafür an Gebrauchtwagenhändler, da ein Verkauf an diesen in der Regel unkompliziert abläuft. Nun zum Verkaufspreis. Bei vielen Gebrauchtwagenhändlern müssen Sie mit Phrasen wie "Mit langer Standzeit sinkt der Verkaufswert des Autos" rechnen. Generell bieten Ihnen Händler nur eine relativ geringe Summe für ein Gebrauchtfahrzeug an. Das hängt damit zusammen, dass diese erst durch den Weiterverkauf eines Autos Gewinn erzielen und ein Fahrzeug vor diesem meist mit funktionstüchtigen Einzelteilen ausstatten müssen. Daher setzen Händler den Einkaufspreis nicht so hoch an und orientieren sich weniger am Fahrzeugzustand, als beispielsweise eine Privatperson. Ein Beispiel: Bei einem Wagen mit einem Wert von 3.000 Euro wird Ihnen ein Gebrauchtwagenhändler nur circa die Hälfte für diesen auszahlen. Die starke Preisminderung kann einen Privatverkauf attraktiv wirken lassen. Bei diesem fällt der Erlös in der Regel um einiges höher aus. Ein Vorteil beim Händler: Einige Fahrzeughändler bieten an, das angekaufte Auto gleich mit einem Neuwagen zu verrechnen. So haben Sie weniger Aufwand bei der Neubeschaffung eines Pkws. Bei einem Privatverkauf jedoch ist nich nur der Gewinn größer, sondern auch der Verhandlungsspielraum. Zwar haben viele potentielle Abnehmer niedrige Preisvorstellungen, jedoch können Sie den Verkaufspreis von Anfang an etwas höher ansetzen, sodass dieser nicht unter Ihre Untergrenze sinkt. Wenn Sie den Restwert Ihres Pkws kennen, sollten Sie diesen nicht unter Wert verkaufen. Sie können davon ausgehen, dass Sie einen Abnehmer finden, der Ihnen einen angemessenen Preis für Ihr Gebrauchtauto zahlt. Ein Faktor, bei dem möglicherweise Kosten für Sie anfallen können, ist die Administration des Verkaufs. Zum einen können Sie durch Telefonate mit Interessenten finanziell belastet werden und zum anderen durch den Spritverbrauch bei Probefahrten. Zusätzlich muss ein Verkäufer bis zu zwei Jahre nach dem Verkauf für Reparaturen aufkommen, die aufgrund von Schäden anfallen, die zum Zeitpunkt des Verkaufs bereits vorhanden waren. Daher ist bei einem Privatverkauf besondere Vorsicht geboten. 

Die Abmeldung

Bei dem Verkauf eines Fahrzeuges stellt sich früher oder später die Frage, ob dieses bereits vor einem Verkauf bei der Kfz-Zulassungsstelle abgemeldet werden soll oder nicht. Auch eine Abmeldung kann unter finanziellen Aspekten betrachtet werden. In erster Linie kostet eine Abmeldung circa 5,60 Euro. Dabei werden Sie von der Steuerpflicht befreit. Eine Abmeldung kann umständlich werden, da nach dieser ein Fahrzeug nicht mehr auf der Straße stehen oder bewegt werden darf. Um einem Interessenten eine Probefahrt anbieten zu können, müssen Sie für diese ein Kurzzeitkennzeichen erwerben, welches in der Regel 50 Euro kostet. Wenn Sie einen Pkw angemeldet weiterverkaufen, fallen zwar die genannten Kosten nicht an, jedoch gibt es größere Risiken. Da nun der Käufer die Ummeldung des Wagens in der Hand hat, können Sie nicht hundertprozentig sicher sein, dass dies auch passiert. In solch einem Fall bleiben Sie für Ihre Versicherung und die Zulassungsstelle der rechtmäßige Autobesitzer. Dabei besteht die Gefahr, dass Sie bei Spätfolgen auf anfallenden Kosten sitzen bleiben. Damit das nicht passiert, können Sie dem Abnehmer eine Frist setzen, in der dieser den Pkw ummelden muss.